Die Draisine
Zu den Laufrädern zählt die sogenannte Draisine, der Vorläufer unserer heutigen Fahrräder und heute noch als muskelbetriebenes Schienenfahrzeug bekannt. Allerdings wurde sie weniger als Laufrad, denn mehr als Laufmaschine in Deutschland bekannt, bevor die Draisine nach ihrem Erfinder Karl Drais aus Mannheim in aller Munde war. Im Jahr 1816 sorgte ein Vulkanausbruch auf einer indonesischen Insel für eine globale Wetterkatastrophe, die in Europa für Hungersnot und Heimtiersterben sorgte. Da Pferde Mangelware wurden, suchte Karl Drais nach einer anderen Art der Fortbewegung und fand sie in dem einspurigen Laufrad mit Sitz. Bisher einmalig und ohne natürliches Vorbild, erreichte der „Draisinenreiter“ auf ebenem Gelände eine Geschwindigkeit bis zu 15km/h, dennoch setzte sich das muskelbetriebene Gefährt nicht wirklich durch. Heute ist die Draisine als Kinderlaufrad auf Rollerbais wieder auf dem Markt und findet regen Zuspruch. Laufräder ohne Stützräder sind den Jüngsten beim Erlernen des Balanceaktes ein nützliches Hilfsmittel und fördern Motorik, Gleichgewichtssinn und Konzentration.